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Kreativität, Mut und der Wille zur Innovation sind unser Antrieb

Die Forschung und Entwicklung haben bei Georg Maschinentechnik einen sehr hohen Stellenwert. Die Gründe hierfür sind: Die Prozessentwicklung im Bereich Kugelkäfige ist als Weltmarktführer unsere Pflicht, vor allem was das Kugelpressen und Stanzen von Kugelkäfigen angeht. Beispielhaft ist die Adaption von neuen Werkstoffen, bedingt durch die höheren Drehmomente der Elektroautomobile.

Die Ausweitung der Maschinenbaulösungen für unsere modularen Baukästen, die wir in einer Matrixorganisation in allen Produktunits einsetzen.

Die Erarbeitung von neuen Geschäftsmodellen aus der Digitalisierung. Zwar wird der Trend mitunter kontrovers diskutiert, aber das ist ein Merkmal einer „Revolution“. Wir akzeptieren eher die Mühe des falschen Weges als den Mangel an Bewegung.


MASCHINENENTWICKLUNG

Der Kugelkäfig-Stanzautomat PED100SD-X mit modifizierter Kniehebel-Kinematik, Servodirektantrieb und schnellem Werkzeugwechsel wurde erfolgreich im Markt eingeführt. Die Prozessschritte blieben unverändert und die Austauschbarkeit von Werkzeugen war eine wichtige Forderung, sodass unsere Kunden ohne eigenes Risiko von dem Nutzen des neuen Konzeptes zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit profitieren.

Einen ganz anderen Schwerpunkt hatte die Entwicklung der modularen Pressenreihe. Für die beiden Anwendungen Blechumformung und Massivumformung haben wir einen gemeinsamen modularen Baukasten entwickelt.

Oftmals müssen Kunden eine Vorentscheidung bezüglich der Antriebstechnik treffen, denn diese Entscheidung beeinflusst die Lieferantenauswahl.

Da Georg Maschinentechnik sowohl mechanische als auch hydraulische Pressen herstellt, war die Maxime der Entwicklung, beide Antriebssysteme in den Baukasten zu integrieren und somit den Kunden eine Beratung frei von Eigeninteressen anzubieten.

Unsere Ingenieure mussten für diese Lösung die Gestalt bestimmenden Entscheidungen so spät als möglich fällen, um ein Maximum an Flexibilität zu erreichen und ein Maximum an Optionen ohne konstruktive Änderungen an angrenzenden Baugruppen zu entwickeln. Das ist ihnen in ausgezeichneter Weise gelungen. Auf die Patente sind sie zurecht stolz.


TECHNIKUM

Georg betreibt ein eigenes Technikum zur Weiterentwicklung der Maschinen- und Umformtechnik. Ausgestattet im Wesentlichen mit Maschinen zur Fertigung von Kugelkäfigen werden auch maschinenbauliche Lösungen auf ihre Alltagstauglichkeit hin überprüft, wie zum Beispiel:

//   Servoachsen an der Werkzeugvorrichtung
//   Systeme zur Stanzlocherkennung im Zusammenhang mit Poka-Yoke
//   Matrizenregelung zur weiteren Verbesserung der Produktqualität unserer Kunden

An den Lösungen im Technikum arbeiten unsere Ingenieure fakultätsübergreifend eng mit den Maschineninbetriebnehmern und den Verfahrenstechnikern zusammen.


PROZESSENTWICKLUNG

Während Entwicklungen im technischen Bereich eines innovativen Maschinenbauunternehmens nicht selbstverständlich, aber auch nicht ungewöhnlich sind, so ist doch die Prozessentwicklung eine Herausforderung auf einer höheren Ebene. Ohne Kundenauftrag und aus eigenem Antrieb bleiben wir in Bewegung. Hierfür arbeiten wir zur Erhöhung der akademischen Kompetenz und wegen der Impulse aus der Forschung mit namhaften Instituten und Universitäten zusammen.

In langjährig angelegten Förderprojekten oder in direkt beauftragten Grundsatzfragen beschäftigen wir uns mit dem Stanzen von Kugelkäfigen mit einem Schwerpunkt auf dem Werkstoff der Kugelkäfige und auf dem Werkstoff der Stanzwerkzeuge. Auf die Ergebnisse sind wir zurecht stolz!

In Millisekunden entscheidet sich das Verhalten der beiden Werkstoffe und deren Einfluss auf die Produktqualität und Standzeiten. Mit einer eingestellten Hubzahl von 60 Hüben pro Minute und mehr fertigen die Kugelkäfig-Stanzautomaten von Georg Maschinentechnik sechs Käfige in der Minute.

Dabei liegen die Toleranzen wiederholbar mit einem cmk-Wert von besser als 1,67 bei ± 0,05 mm. Der Schnittanteil im Verhältnis zum Bruchanteil beträgt je nach Verfahren bis zu 90 %.


ÜBERTRAGUNG AUF ANDERE BEREICH

Die Methodik, die Mittel und die Motivation übertragen wir auch auf andere Aufgabenstellungen, die sich uns als Chance darstellen. Diese Chancen fragen wir konsequent in einer Machbarkeitsanalyse vor der Angebotslegung ab. Insbesondere bei der Entwicklung von Sondermaschinen ist dieser Ansatz von entscheidender Bedeutung.

Sowohl die Physik als auch die Grundlagen des Maschinenbaus werden sehr ernsthaft im Team diskutiert, um die wirtschaftlichsten Funktionen für ein Angebot auszuwählen. Parallel hierzu werden aber auch die Risiken analysiert. Fällt die Risikobewertung negativ aus, setzen wir das Projekt nicht um, denn nur mit einem gut gelungenen Projekt stärken wir die Marke Georg Maschinentechnik und den Erfolg unserer Kunden.