Sprache wählen

Effiziente, wirtschaftliche und zuverlässige Automation

Die historisch gewachsenen Kernprozesse Kugelkäfig und Stahlrad sowie die Aufgaben der Kunden aus Anwendungen wie der Herstellung von Böden oder Schmiedeteilen verbindet eins: vergleichsweise große Kräfte in einem ungewöhnlichen Umfeld. Wandstärken von Kugelkäfigen bis 6 mm oder Radschüsseln von LKW-Felgen mit 16 mm Blechstärke erfordern Lösungen, die nicht beliebig markttypisch sind. Daher fertigt Georg Maschinentechnik hochwertige und langlebige Lösungen.

Seit Jahrzehnten ist Siemens strategischer Partner von Georg Maschinentechnik. Hardware und Software, die international auch von unseren Kunden gewartet werden kann, sorgt für höchste Anlagenverfügbarkeit und Kundenzufriedenheit in einem interkulturellen Umfeld und globalen Zeitzonen.


SYSTEMPLATTFORM

Auf Basis der Siemens-S7-1500-TF-Bausteine realisieren wir sichere Pressen und Zellenlösungen. Leistungsfähige Servoantriebe, sei es mit einem Synchron-/Asynchronmotor oder einem Torquemotor, sind über Profinet und IO-Link Bestandteil unserer Antriebslandschaft. Dabei profitieren unsere Kunden von unserem Schaltschrankbau in Eigenfertigung.

So können wir auf die individuellen elektrischen Ausführungsvorschriften unserer Kunden effizient eingehen. Diese umfassen:

//   Komponentenauswahl
//   Verdrahtungsvorschriften
//   freie Räume im Schaltschrank
//   Ausführung der Kleingeräte

Die Projektierung wird mit zertifizierten Sicherheitsbausteinen realisiert, die der Sicherheitsklasse SIL3 nach EN 62061 oder PL e EN ISO 13849-1 entsprechen. Auf Kundenwunsch sind auch PC-Steuerungen möglich. Leitfaden der Projektierung:

//   Erstellung der Steuerungssoftware im Siemens TIA Portal, Step 7
//   Visualisierung im TIA Portal mit WinCC unter Berücksichtigung effizienter übersichtlicher Bedienung
//   Programmiersprachen nach IEC 1131-5, Structured Text (ST), Funktionsplan (FUP), Anweisungsliste (AWL)
//   Anbindung an Leitsysteme


ENERGIEEINSPARUNG

Wir betrachten den Energiebedarf einer Presse bei der Projektierung ganzheitlich, also auch unter Berücksichtigung von Verlusten im Zwischenkreis einer Servopresse sowie Verlusten im Nebenstrom einer hydraulischen Presse. Die strikte Trennung von Leistungsleitungen und Signalleitungen führt zu einer aufwändigen, aber betriebssicheren Kabelführung an unseren Maschinen.


PRODUKTSPEKTRUM

Unsere Automationen bilden im Wesentlichen die Konstruktionsprinzipien der Standardlösungen marktüblicher Maschinen in massiverer Bauweise ab. Zu unserem Produktspektrum für Sonderanwendungen in der Umformtechnik gehören:

//   Bandanlagen
//   Stapel- und Entstapelanlagen
//   Transfersysteme
//   Roboterlösungen
//   Portale für „Pick and Place“-Automation
//   Beladeeinrichtungen
//   Entladeeinrichtungen
//   Manipulatoren
//   Sondermaschinen
//   Werkzeugwechseleinrichtungen
//   Sortier- und Zufuhreinrichtungen
//   Leistungssteigerungen
//   Funktionserweiterungen
//   Industrie 4.0


MANIPULATOREN

Wichtiger Bestandteil der Automation ist das Greifen und Einbringen der umzuformenden Teile. Typischerweise verwendet man in der Blechumformung, in der Kombination mit Roboterautomation oder Portalen, Sauger. Bei Folgeverbundpressen erfolgt der Teiletransport über den Walzenvorschub in Kombination mit Suchstiften und Löchern am zusammenhängenden Band. Bei Transferpressen transportieren alternativ zu Saugern auch Zangen die Teile von Station zu Station. Für die Blechumformung gibt es im Markt gängige Lösungen.

Für die massiveren Anwendungen wie zum Beispiel in der Schmiede, bei der Herstellung von Böden oder bei der Herstellung von Stahlrädern entwickeln wir eigene passgenaue Manipulatoren und Greifer.


ANLAGENBAU

Steigende Ansprüche an die Produktivität von Produktionsanlagen sind inzwischen auch ein globales Thema geworden. Mit dem Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern sind dort auch die Arbeitskosten gestiegen. Georg Maschinentechnik löst diese Aufgabe mit Steuerungsmodulen, die zu Zellensteuerungen oder Gesamtanlagen zusammengeführt und mit kundenspezifischen Lösungen ergänzt werden.

In der Kugelkäfigindustrie hat die Verkettung den Charakter von Werkzeugmaschinen und beinhaltet Gliederbänder, Förderer und unterschiedliche Poka-Yoke-Systeme und andere qualitätssichernde Mechanismen.

Im Warmbereich der Schmiedeindustrie steht oft der manuelle Eingriff mit der Zange im Zentrum des Schutzkonzeptes der Anlagen.


SONDERMASCHINEN

Wir stellen in Zusammenarbeit mit unseren Kunden auch Sondermaschinen her, wie zum Beispiel Rohrrahmenbiegemaschinen zum Herstellen von Rahmen für die Aufnahme von Industrial-Bulk-Containern (IBC) aus Kunststoff. Für dieses Produkt liefern wir auch Teile der Blasformmaschinen.


WERKZEUGWECHSELEINRICHTUNGEN

Stationäre Werkzeugwechseleinrichtungen zum Ein- und Ausbringen von Werkzeugen mit Gewichten bis 15.000 kg sind Aufgaben, die zu unseren Tischgrößen passen. Die Entnahme der Werkzeuge erfolgt meist mit externen Hebezeugen. Schienengebundene Werkzeugwechselwagen für Werkzeuggewichte bis 15.000 kg sind ebenfalls Bestandteil der Produktpalette von Georg. Wichtig anzumerken ist, dass typische Zweipunktpressen keine Fahrtische haben, wie sie von Karosseriepressen bekannt sind.

Bei der Projektierung einer Anlage nimmt sowohl das Behältermanagement als auch der Werkzeugwechsel einen für Laien überraschend großen Raum ein. Dabei umfasst das Werkzeugwechselsystem die folgenden wesentlichen Punkte:

//   Zentrierung
//   Identifikation
//   Steckverschraubung
//   Werkzeugspannung
//   Werkzeugein- und -austrag
//   Werkzeughin- und -abtransport


SORTIER- UND ZUFÜHREINRICHTUNGEN

Beschick- und Zuführeinrichtungen für Rohrabschnitte vor einem automatisierten Kugelkäfig-Pressautomat gehören zu häufig eingesetzten Standardlösungen. Eine aus der klassischen Umformtechnik eher unbekannte Zufuhr von Teilen findet man beispielsweise in der Kugelkäfigfertigung und beim Einbringen von Verbindungen bei Rohrrahmenbiegemaschinen. Bunker, Vereinzeler und Steigförderer sowie Gleichförderer sind hierbei typische Maschinen.


LEISTUNGSSTEIGERUNG

Die Ausweitung des Produktportfolios unserer Kunden in der Umformtechnik wird oftmals vom internationalen Wettbewerb und steigenden Marktforderungen getrieben. Dabei geht es in der Regel um größere Querschnitte und höhere Materialfestigkeiten. Diese hat zur Folge, dass bestehende Anlagen an ihre Grenzen stoßen und daher ihr Leistungsspektrum erweitert werden muss.

Stellvertretend sei hier der Haspeldorn einer Einseiten-Abwickelhaspel genannt. Durch konstruktive Änderungen und FEM-Berechnung konnte der Kunde sein Produktspektrum wesentlich erweitern.


FUNKTIONSERWEITERUNG

Während die Modifikation ein erweitertes Leistungsspektrum betrifft, kann auch eine Funktionserweiterung der Automation bzw. Maschinen erforderlich sein, um auf höhere Anforderungen zu reagieren.

Dargestellt ist die Ziehkissen- und Ausstoßereinrichtung mit der Funktion Aktivzug. Die Nachrüstung beispielsweise einer hydraulischen 10.000-kN-Presse bietet dem Kunden die Möglichkeit zusätzlicher Prozessschritte.


INDUSTRIE 4.0

Im Falle von bestehenden Strukturen und gegebenenfalls nicht vorhandenem MES im Presswerk kann der Einstieg in die Digitalisierung über eine nutzbare Funktionalität vor Ort („Edge“) vorteilhaft sein. Auf dieser Erkenntnis aufbauend entwickelten wir den Edge Data Analyzer EDA.

Das Konzept der Lösung für die Digitalisierung von Presswerken von Georg Maschinentechnik berücksichtigt insbesondere die Langlebigkeit von erstklassigen Pressen, wie auch die von Georg Maschinentechnik es sind. Daher sind sowohl analoge als auch digitale Signale mit unterschiedlichen Protokollen von mehreren Generationen von Steuerungen Basis für eine Digitalisierung durch Georg. Dabei erfolgt der größte Teil der Analyse (statisch oder neuronal) lokal und ausfallsicher. Der wichtige Baustein der cyberphysischen Systeme ist die Kommunikation. Sie erfolgt zum Beispiel über XML-Schnittstellen, die zur weiteren Integration in übergeordnete Systeme individuell angepasst werden müssen. Die Anzeige der Daten erfolgt als Schnellübersicht am EDA und als voll funktionsfähige Anzeige im HTML5-Format entweder auf dem Bildschirm der Presse (HMI) oder auf einem externen Gerät.

Der EDA steht nicht im Wettbewerb zu übergeordneten Systemen wie SCADA, MES oder ERP. Der EDA bereitet vielmehr die Daten jeder Presse jeden Fabrikats und Alters mit von einem Pressenbauer programmiertem spezifischem Wissen auf und entwickelt bereits an der Maschine Prognosen und zeigt diese an. Besonders vorteilhaft ist der EDA für mittelständische Presswerksbetreiber, die ohne übergeordnete Systeme erste Erfahrungen im Umfeld von Industrie 4.0 machen und Nutzen daraus ziehen möchten.

Bitte besuchen Sie unsere separate Website für den Edge Data Analyzer EDA:

www.eda.biz